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Warum warten manche Dinge jahrelang auf ihren Menschen

Warum warten manche Dinge jahrelang auf ihren Menschen

Während meiner Tätigkeit habe ich eine erstaunliche закономерность bemerkt.

Manchmal erschaffe ich einen neuen Hut, verliere mich ganz im Prozess seiner Herstellung und bringe ihn zu Ausstellungen, Messen und kreativen Treffen mit.
Dutzende Frauen probieren ihn an. Die eine lächelt, die andere sagt: „Wie schön!“, wieder eine andere betrachtet interessiert die Details.
Aber niemand nimmt ihn mit nach Hause.

Ein Monat vergeht. Manchmal ein Jahr. Und manchmal auch mehrere Jahre.

Und eines Tages erscheint eine Frau. Sie probiert genau diesen Hut an — und alles fügt sich an seinen Platz.

In diesem Moment verstehe ich: die ganze Zeit über hat der Hut genau auf sie gewartet.

Von außen mag es wie ein glücklicher Kauf wirken.
Doch ich sehe etwas ganz anderes. Der Blick, die Haltung, das Lächeln verändern sich. Da erscheint eine Art innere Sicherheit. Als würde ein Mensch sich endlich erlauben, er selbst zu sein.

Man stellt mir manchmal die Frage:

Wie erraten Sie, wem welcher Hut stehen wird?

Und jedes Mal lächle ich.

Ich rate nicht.

Ich fertige keinen Hut für eine bestimmte Person an.
Ich gestalte ihn so, wie ich ihn fühle.

Und dann kommt seine Besitzerin.

Nach solchen Geschichten glaube ich immer weniger an Zufälle.

Jeder Hut, jedes Bild scheint geduldig auf seinen Menschen zu warten.
Und meine Aufgabe ist es, diese Begegnung möglich zu machen.

Und jedes Mal hört meine Verwunderung nicht auf, wie genau sie einander finden.

Wahrscheinlich liebe ich deshalb meine Arbeit so sehr. Sie erinnert mich immer wieder daran, dass es im Leben viel mehr erstaunliche Zufälle gibt, als wir gewohnt sind zu bemerken.